Angelschein

Wer angeln gehen will, benötigt dafür eine Berechtigung. Diese wird allgemein als Angelschein bezeichnet, wobei die Bezeichnung nicht korrekt ist. Viel mehr werden mindestens drei unterschiedliche Dokumente benötigt, um angeln zu dürfen. Diese sind der Fischereischein, die Fischereiabgabe sowie die Angelkarte selbst. Dazu wird empfohlen, den Personalausweis bei Kontrollen griffbereit zu haben.Die Stellen, von denen Sie diese Scheine beziehen können und die Voraussetzungen, die dafür unter Umständen notwendig sind, sollen kurz erläutert werden:Der Fischereischein ist im Grunde die Bestätigung, dass der Angler über das grundlegende Wissen zur Angelei verfügt. Dieses hat er in einer speziellen Prüfung nachgewiesen und dafür den Fischereischein ausgestellt bekommen. Die Anforderungen an die Prüfung können von Bundesland zu Bundesland variieren. In einigen Ländern besteht sie lediglich aus einem theoretischen Teil, in anderen Ländern wird auch praktisches Können abgefragt. Auch der Schwierigkeitsgrad kann sich unterscheiden. Zur Vorbereitung werden jeweils Kurse angeboten, jedoch lässt sich das geforderte Wissen auch gut über Bücher und speziell entwickelte Software erlernen.Wer den Fischereischein hat, darf nun auch Raubfische angeln, statt ohne Fischereischein nur den Friedfischen auflauern zu dürfen. In einigen Bundesländern ist es für Touristen jedoch auch möglich, ohne Fischereischein zu angeln. Hier sollte man sich vorab über die Regelungen erkundigen.Jedoch reicht der Fischereischein alleine zum angeln noch nicht aus. Erforderlich ist ebenfalls eine Fischereiabgabe. Diese kann in Angelläden, Bürgerbüros oder dem Rathaus entrichtet werden. Die Fischereiabgabe ist so etwas wie eine jährliche Steuer dafür, dass man angeln darf. Sie kommt dem Bundesland zugute, in dem die Gewässer sind, die man beangelt. Die Länder bezahlen davon den neuen Fischbesatz oder Verbesserungen der Wasser- und Naturqualität. Und davon profitiert der Angler letztlich selbst.Abschließend benötigt der Angler noch die Angelkarte. Diese ist wohl der Angelschein im eigentlichen Sinn. Mit einer Tages-, Wochen- oder Jahreskarte wird eine gewisse Gebühr dafür fällig, dass man ein bestimmtes Gewässer befischen darf. Etwa alle DAV-Gewässer oder nur einzelne Seen, die zum Beispiel verpachtet sind. Darum sollte man sich vorher erkundigen, wem das zu beangelnde Gewässer gehört und an wen die Gebühr zu entrichten ist.